BI-RADS

Kurzdefinition

BI-RADS steht für „Breast Imaging Reporting and Data System“ — eine international standardisierte Skala zur Einordnung von Mammographie-, Brustultraschall- und Brust-MRT-Befunden. Die Skala reicht von 0 bis 6 und gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein gefundenes Areal bösartig ist. Sie sehen die Zahl meist deutlich im Befundbrief Ihrer Mammographie.

Was steht hinter diesem Befund?

Die Kategorien bedeuten konkret: BI-RADS 0 = Befund unklar, weitere Bildgebung nötig. BI-RADS 1 = unauffällig. BI-RADS 2 = sicher gutartig (z.B. eindeutige Zyste oder Verkalkung). BI-RADS 3 = wahrscheinlich gutartig, aber Kontrolle in 6 Monaten empfohlen (Malignitätsrisiko ≤2 %). BI-RADS 4 = abklärungsbedürftig, Biopsie empfohlen (Risiko 2–95 %, oft weiter unterteilt in 4a/4b/4c). BI-RADS 5 = hochgradig karzinomverdächtig (>95 %). BI-RADS 6 = histologisch bereits gesichertes Karzinom. Die Zuordnung erfolgt nach klar definierten Kriterien wie Form, Rand, Dichte und Begleitveränderungen.

Was bedeutet das für Sie?

BI-RADS 1 und 2 bedeuten Entwarnung — Sie kehren zum normalen Screening-Intervall zurück. BI-RADS 3 ist die häufigste Quelle für Verunsicherung: Der Befund ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gutartig, aber es wird eine Kurzzeit-Verlaufskontrolle empfohlen, um Stabilität zu sichern. BI-RADS 4 erfordert eine Biopsie — wobei „4“ ein breites Risikospektrum abdeckt: 4a hat ein deutlich anderes Profil als 4c. Die genaue Unterkategorie entscheidet über Dringlichkeit und Vorgehen.

Wann lohnt sich eine Zweitmeinung?

Besonders bei BI-RADS 3 und 4a lohnt sich ein zweiter Blick: Diese Graubereich-Kategorien werden zwischen Radiologen unterschiedlich vergeben — Studien zeigen Übereinstimmungsraten von nur 60–70 %. Eine Zweitmeinung kann eine unnötige Biopsie ersparen oder umgekehrt eine notwendige Abklärung schneller anstoßen. Bei Second View beurteilen Fachärzte für Mammadiagnostik Ihre Mammographie- oder Brust-MRT-Bilder innerhalb von 48 Stunden.

Wie kann man Zweitmeinung anfragen?

1. Kontaktaufnahme
Sie nehmen über unsere Plattform Kontakt mit uns auf.

2. Persönliche Rückmeldung
Ein Facharzt für Radiologie meldet sich direkt bei Ihnen und klärt gemeinsam mit Ihnen: welche medizinische Fragestellung genau beantwortet werden soll und ob Ihre vorliegenden Aufnahmen (MRT, CT oder Röntgen) für eine Zweitbefundung geeignet sind.

3. Klare Kostentransparenz
Anschließend erhalten Sie eine verbindliche Kosteneinschätzung – in der Regel zwischen 70 und 150 Euro, abhängig von der Art der Untersuchung.

4. Durchführung der Zweitbefundung
Nach Ihrer Zustimmung und Bezahlung prüfen unsere in Deutschland approbierten Radiolog:innen Ihre Aufnahmen sorgfältig und unabhängig.

5. Befund & Rückfragen
Sie erhalten Ihren schriftlichen Befund digital, klar und verständlich formuliert.
Bei offenen Fragen können Sie direkt Rücksprache mit dem befundenden Arzt halten.

Tipp:
Viele private Krankenversicherungen erstatten die Kosten für eine radiologische Zweitmeinung ganz oder teilweise.
Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. Für gesetzlich Versicherte ist die Zweitmeinung derzeit eine Selbstzahlerleistung, da sie nicht im GKV-Leistungskatalog enthalten ist (§ 27b SGB V).

Vater und Sohn sehen gemeinsam auf einen Laptop in einem Wohnzimmer.